Klassik trifft 21. Jahrhundert: Klassen 9R interpretieren Schillers „Die Bürgschaft“ neu
Gegen Ende der Jahrgangsstufe 9 des vergangenen Schuljahres 2025/26 setzten sich die 9c & d R mit der Literaturepoche „Die Klassik“ auseinander, welche ungefähr von 1780-1830 währte.
Die Literaten der Klassik, deren berühmteste Vertreter Goethe und Schiller sind, wollten einen ausgeglichenen, harmonischen Zustand des Menschen anstreben. Der Mensch, der als einziges Lebewesen sowohl über Vernunft als auch über Gefühle verfügt, sollte kraft dieser beiden Eigenschaften im Einklang, in Harmonie mit sich selbst und der Welt leben. Das Ideal, das Streben nach Höherem, Versuchen die beste Version von sich selbst zu entwickeln, war das Ziel dieser bemerkenswerten Literaturepoche. Dies klingt bereits in der ersten Strophe von Goethes Gedicht „Das Göttliche“ an, in welcher Goethe die Ziele und Ideale der Klassik gewissermaßen zusammenfasst:
Edel sei der Mensch,
Hilfreich und gut!
Denn das allein
Unterscheidet ihn
Von allen Wesen,
Die wir kennen.
In der Ballade „Die Bürgschaft“ von Schiller stehen Werte wie Treue, Ehre, Vertrauen, wahre Freundschaft im Mittelpunkt. Die Klassen hatten die Aufgabe, die Ballade entweder als Hörspiel oder als Video umzusetzen. Die Gruppen haben bei Ihren Umsetzungen und Werken ganz eigene Akzente und Interpretationsansätze geschaffen, wobei es ihnen gleichzeitig gelungen ist, die Kernbotschaft beizubehalten und für das 21. Jh. zu „übersetzten“.
Der folgende link verweist auf die ursprüngliche Ballade in Textform. Die Lektüre der Ballade ist nicht zwingend erforderlich, erleichtert ggf. aber das Verständnis für die verschiedenen Schülerwerke:
https://balladen.net/schiller/die-buergschaft/
„Freude, schöner Götterfunke…!“
In diesem Sinne: Viel Vergnügen!
Text: Dirk Sippel